Heimatlexikon mit Begriffen der Region

Hier finden Sie ein paar heimische Begriffe und ihre Erklärungen!

Backboard

Seemannssprache für links, linke Seite. (Steuerbord = rechts, rechte Seite)

Bagalut

Scherzhaft sind damit Schlawiner und Spitzbuben gemeint. Der Begriff leitet sich möglicherweise von einem dem Begriff aus der englischen Seemannsprache ab: „bag o’loot“ – Beutel voller Diebesgut.

Bangbüx

Klingt doch gleich viel netter als „Feigling“.

Boje

Auf dem Wasser sind sie unverzichtbar: Bojen dienen überwiegend zum Befestigen von Schiffen oder als Signalbojen zum Markieren von Ankern oder Tauchern.

Buhne

Das Meer ist immer in Bewegung. Damit  das Wattfahrwasser tief gehalten wird oder Uferbefestigungen stabil bleiben, werden diese langgestreckten Bauwerke aus Holz oder Steinen oder eingerammten Eisenplatten eingesetzt.

Büddel

Als Büddel wird ein Beutel, meist ein Jutebeutel bezeichnet. „Schietbüddel“, was übersetzt eigentlich „Windel“ bedeutet wird oft als Kosewort verwendet: „Mien seuten Schietbüddel“ meint hier so viel wie „mein süßer Liebling“.

Deern

als Deern werden Mädchen und junge Frauen bezeichnet, gern auch in Kombination „seute Deern“ = süßes Mädchen als Kosewort.

Döspaddel

Um jemanden ironisch darauf hinzuweisen, dass er sich ungeschickt anstellt verwendet man gerne den Begriff „Döspaddel“.

Ebbe/Fut, Tide

Das Zusammenspiel von Hochwasser (Flut) und Niedrigwasser (Ebbe), bedingt durch die Anziehungskraft des Mondes auf die Erde, ist für jeden Besucher ein immerwährendes Faszinosum.

Gedöns

wer viel Gedöns macht, macht viel Aufhebens um eine Sache oder ist umständlich

Grünkohl

Grünkohl ist hauptsächlich im Norden verbreitet. Das typisch norddeutsche Gericht ist „Kohl und Pinkel“, welches Kult und Tradition ausstrahlt.  

Gummistevel

Für eine Wanderung im Watt unverzichtbar! In Kombination mit dem „Ostfriesennerz“, diesem praktischen leuchtend gelben Regenmantel kann es gar kein schlechtes Wetter an der Küste geben – man ist höchstens falsch angezogen!

Kandis / Kluntje

Kandis sind Zuckerkristalle, welche zum süßen von Tee verwendet werden. Der große Würfelkandis wird „Kluntje“ genannt und hat eine große Bedeutung in der ostfriesischen Teekultur.

Klönschnack

„Klönen“ sowie „schnacken“ bedeutet einfach „reden“. Als „Klönschnack“ bezeichnet man das gemütliche Plaudern z.B. mit dem Nachbarn oder bei einer Tasse Tee.

Den bekannten norddeutschen Trinkspruch „Nich lang schnacken, Kopp in Nacken“ bekommen Sie hier mit Sicherheit auch zu hören.

Klüsen

Wenn es heißt: „Mach die Klüsen up“ sollte derjenige aufpassen. Der Begriff kommt aus der Seefahrt. Klüsen werden beim Schiff die verstärkten Löcher in der Bordwand genannt, durch die Taue und Ankerketten geführt werden.

Krabben

Diese im Binnenland unter Garnelen bekannten Köstlichkeiten nennt man in Ostfriesland auch Granat. Mit Rührei auf einem Schwarzbrot zum Niederknien lecker!

Krüsch

Nu sei mal nich so krüsch“ soll heißen: „Sei nicht so wählerisch“ oder „Stell Dich nicht so an“.

Labskaus

Das Kartoffelgericht mit Rindfleisch und Roter Bete wird hauptsächlich in Norddeutschland, Norwegen, Dänemark und Schweden gerne verspeist.

Maade

Die Maade ist der einzige etwas größere Binnenfluss, der sich seinen Weg durch die Stadt Wilhelmshaven bahnt. Mit einer Länge von 14,5 Kilometern hat die Maade küstengeschichtliche Bedeutung. Der Name leitet sich vom friesischen Wort „mada“, welches für sumpfige Moorwiese steht, ab.

Moin

„Es heißt Moin! Moin Moin ist schon Gesabbel!“ Moin ist das Hallo im Norden für jede Tageszeit, es ist ein Universalgruß und passt klischeehaft zu den recht wortkargen Norddeutschen.

plietsch

Wenn jemand "plietsch" ist, hat er was auf dem Kasten, denn plietsch ist der plattdeutsche Begriff für pfiffig.

Priel

Der Priel ist ein natürlicher Wasserlauf im Watt, Marsch und Küstenüberflutungsmooren, in dem das Wasser auch bei Ebbe stehen bleibt.

Pricken

Die Pricken werden häufig im Wattenmeer zur Fahrbahnkennzeichnung eingesetzt. Es handelt sich meist um etwa fünf bis sieben Meter hohe Birken oder Stangen mit Zweigbüscheln.

Rollmops

Rollmops ist ein typisches norddeutsches Gericht. Es sind Heringslappen, in denen eine Füllung meist Gurken, Zwiebeln und Gewürze eingerollt sind.  Sie gelten als traditioneller Bestandteil des Katerfrühstücks, oft werden sie zu Labskaus serviert.

Schietwetter

Welches Wetter als Schietwetter empfunden wird, ist natürlich immer eine Sache der persönlichen Einstellung. Das norddeutsche Schietwettern geht jedenfalls immer mit nass von oben einher, soviel ist klar. Meistens kommt kräftiger Wind von der Seite dazu, am besten aus Nordwest, dann ist er schön kalt.

Schlicktau

Schlicktau oder auch Schlicktown ist die Bezeichnung von Einheimischen für Wilhelmshaven. Der Begriff stammt aus der Zeit der kaiserlichen Marine, die eine Anspielung auf den Schlick des Wilhelmshavener Watts als auch das Wortende der Hauptstadt Tsingtau des ehemaligen Pachtgebietes von Kiautschou in China in einem Wort vereinigten. In Tsingtau waren zur Kolonialzeit vor allem Wilhelmshavener Marinesoldaten stationiert.

Siel

Als Siel bezeichnet man ein verschließbares Ventil im Deich, welches ein Teil eines Entwässerungssystems für das Binnenland hinter dem Deich darstellt. Ein anderer Begriff wäre „Deichschleuse“.

Smutje

Smutje, Smut, Schmutt oder Schmuud heißt ein (auch unausgebildeter) Koch auf Schiffen.

Spökenkieker

Spökenkieker ist der niederdeutsche Ausdruck für eine Person mit der Gabe des Wahrsagens, besonders der Vorhersage von Todesfällen.

Troyer

Troyer sind Pullover, die oftmals als Seemännerpullover bekannt sind. Der wollene Schlupfpullover mit Rollkragen kann durch einen kurzen Reißverschluss oder Knöpfe am Kragen geöffnet werden. Troyer wurden ursprünglich als wärmende Arbeitskleidung aus grober Strickware gefertigt, die traditionelle Farbe ist dunkelblau.

Tüddelkram

„Ach das ist doch Tüddelkram!“ bedeutet so viel wie „Ach das ist doch nebensächlich, unwichtig!“. Jeder von uns hat wahrscheinlich auch ein bisschen Tüddelkram Zuhause oder in der Tasche, also kleine unnötige Dinge, die eben keiner unbedingt braucht.

Watt

Als Watt bezeichnet man die Flächen, die bei einer Ebbe trocken liegen, es gibt dabei verschiede Arten: Sand-, Misch-, Schlick- oder Felswatt.

Bei einer Wattwanderung spürt man wie belebt das Watt auch bei Ebbe ist, man findet Einsiedlerkrebse, Muscheln, Häufchen der Wattwürmer und viele andere Bewohner des Watts. Wattwanderungen sind nur mit Wattführer zu empfehlen, da das Watt einige Gefahren in sich birgt, wie zum Beispiel Seenebel, Schlicklöcher und das zurückkehrende Wasser.

Ausflugsziele in der Umgebung

Hooksiel

Nur 12 Kilometer entfernt liegt der Sielort Hooksiel. Wer Lust auf Wasser hat, ist hier beim Wasserski oder beim Meerwasser-Hallenwellenbad genau richtig!

JadeWeserPort

Der JadeWeserPort ist ein Tiefwasserhafen, welcher an der Innenjade gebaut und am 21.September 2012 offiziell in Betrieb genommen wurde. Im JadeWeserPort-InfoCenter können Sie sich über diverse Dinge des JadeWeserPorts informieren. Containerschifffahrt, maritime Wirtschaft, Transportwesen können erkundet werden.

Jever

Das Bier „Jever“ kennt wohl jeder, doch die Stadt in der das Bier gebraut wird nur wenige. Jever liegt ganz in der Nähe von Rüstersiel und ist einen Ausflug wert. Das Schloss, das friesische Brauhaus zu Jever, der Park und auch die Altstadt lohnen sich zu besichtigen.

Kaiser-Wilhelm-Brücke

Das Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven, die Kaiser-Wilhelm-Brücke dient als Verbindungsstück zwischen der Südstadt und dem Südstrand, sowie den südlichen Hafenanlagen.

Marinemuseum

Im Marinemuseum können Sie die 160-jährige Geschichte der deutschen Marinen von den Anfängen bis heute erleben. Das Leben an Bord und die Aufgaben der Soldaten werden durch die Besichtigung der Schiffe veranschaulicht.

nautimo

Das nautimo bietet Action aber auch Entspannung. Im Saunaparadies und im Wellnessbereich ist Entspannung pur angesagt, wem das zu langweilig ist, kann das Schwimmbad an sich und seine Attraktionen erkunden. Bei schlechtem Wetter eine gute Aktivität!

Pumpwerk

Das historische Industriegebäude ist Veranstaltungsort für unterschiedlichste Programme. Seit 1976 prägt das Pumpwerk das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Wilhelmshaven und Region.

Südstrand Wilhelmshaven

Der Südstrand in Wilhelmshaven bietet die perfekte Kombination aus Flaniermeile, Badestrand und Gastronomieangeboten. Ob spazieren, entspannen oder in den Fluten der Nordsee abkühlen, hier ist für Jedermann was dabei.

Wilhelmshaven

Wilhelmshaven ist eine niedersächsische Stadt an der Nordseeküste mit ca. 76.000 Einwohnern. Wilhelmshaven ist mit der Entstehung und Entwicklung der deutschen Marine verbunden. Sie ist der größte Standort der Marine und der Bundeswehr.